Performance Netzwerk Thüringen

CALL: Holding space – Räume bergen

Unter dem Titel ‚Holding Space-Räume bergen‘ findet vom 22.-24.06. das erste Performance Kunst Festival in Thüringen statt. Organisiert und kuratiert vom Performance Netzwerk Thüringen, werden regionale, überregionale und internationale Peformance KünstlerInnen für Performances, Workshops, Koproduktionen und Lectureformate im stellwerk Weimar zusammenkommen.

Für die Performance Präsentationen suchen wir noch bis zu 5 Künstler*Innen, die einen Beitrag zum Festival leisten wollen. Wir richten uns mit diesem Open Call an Künstler*Innen die sich selbst in performativen Formaten, intermedialen Schnittstellen und sonstigen Gemengelagen zwischen Körper, Zeit und Zuschauern wiederfinden.

‚Holding Space-Räume bergen‘ ist ein Ort, um sich zu treffen und auszutauschen, um zu stärken und zu befähigen. Es bietet Zuflucht und temporäre Gemeinschaft. ‚Holding Space-Räume bergen‘ sieht sich als offene Diskussion, künstlerisch und nicht-künstlerisch, über soziale, emotionale, politische, spirituelle Landschaften. Und wir sind hier, um diese für unser tägliches Leben zurückzufordern. Das hier ist kein Denkmal, es ist ein Lebensentwurf.

Das Performance Netzwerk Thüringen lädt ALLE aktiven Performance Künstler*Innen in und um Thüringen ein, diesem Aufruf zu folgen.

Bewerbung:

Bitte per Mail und in einem pdf mit folgendem angefügten Material:

  • Persönliche Informationen: Name, Geburtstag, Wohnort, Kontaktinformationen
  • Kurzbiografie (max. 250 Wörter)
  • CV max. 1 Seite
  • Beschreibung persönlicher Inspirationsquellen/Arbeitsansatz (max. 500 Wörter)
  • Links, Webseite wenn vorhanden.
  • 3-6 Bilder vorheriger Arbeiten (max. 2MB gesamt)

Deadline: 06.05.2018

Per Mail an: perform.thueringen[at]gmail.com

 

RAHMEN

„Holding Space-Räume bergen“ findet vom 22.-24.06.2018 im stellwerk Weimar statt. Infos zu Theater im stellwerk unter: http://www.stellwerk-weimar.de/

Festivalkomponenten:

Ausstellung
Entsprechend der ersten beiden Editionen, soll es auch diesmal eine themenbezogenen Begleitausstellung über die drei Tage geben. Diese wird sich aus Videoarbeiten, Soundinstallationen, Fotos und Texten eingeladener Künstler*Innen zusammensetzen.

Workshop
Als Teil der dreiteiligen stellwerk Reihe Kunst und Aktivismus wird es einen Performance Workshop mit Enok Ripley (Canada) an diesem Wochenende geben.

Runder Tisch
Als Teil des Vermittlungsprogrammes von Kaffee-Kuchen-Action Art wird es einen Runden Tisch geben, der sich speziell an Lehrer*Innen und Theaterpädagog*Innen in Mitteldeutschland richtet. Das Thema wird dementsprechend auch “Sprechen über Performance Kunst – Herausforderungen in der Artikulation und Vermittlung” sein. Diese Veranstaltung wird als Fortbildungsseminar in Kooperation mit dem Thillm stattfinden.

Performances
Kaffee-Kuchen-Action III wird das erste Mal als ein komplettes Festivalformat stattfinden und bis zu 10 Performancepositionen präsentieren. Diese setzen sich traditionell aus thüringer PerformerInnen, sowie nationalen und internationalen Künstler*Innen zusammen. Zusätzlich wird es eine Koproduktion von Thüringer Performancekünstler*Innen und der international renommierten Performerin/Tänzerin Sara Simeoni (Italien), geben.

KONDITIONEN

Übernommen werden:
Reisekosten
Übernachtung für die Festivalzeit
Materialzuschuss

 

 

MANIFEST

Holding Space – Räume bergen

“I am the crack.
I open up,
so the water can pass.
These stones are parts of the scars
of the crevasses of the ancestral territory.

I am not ’we’
I am I
I am not speaking out anybody else’s truth
I am a body that is by nature radical
Digging to the roots

I am an entry point
As my story is your story

Would you stand with me,

In the ambience of life we become sore.
You’re damned if you do
and you’re damned if you don’t.
To not see
and expect to be seen…”

(Venice International Performance ArtWeek,
CO-CREATION LIVE FACTORY Prologue 1, Venice 2017)

Die Risse haben sich geöffnet und Pfade entfalten sich. Diejenigen, die auf einfache Handlungen vertrauen, die auf radikalen Füßen gehen, mit offenen Armen und zärtlichen Blicken, die die bereit sind, die Vorstellung vom ‚Selbst‘ und die vom ‚Anderen‘ zu riskieren, diejenigen, die ihre Wege auf zerschlagenen Blöcken und Mauersteinen bauen, diejenigen, die Grenzen von Natur aus überschreiten, um Anderen beizustehen: Wir alle brauchen Räume, unmarkiert und mitfühlend, zerbrechlich und obszön.
‚Holding Space-Räume bergen‘ ist das bewusste Schaffen von Räumen und offene Strukturen, um sich zu treffen, auszutauschen, um zu stärken und zu befähigen. Es bietet Zuflucht und temporäre Gemeinschaft. ‚Holding Space-Räume bergen‘ bedeutet auch Energien, Fähigkeiten, Scheitern und individuellen Fortschritt für alle in gleicher Weise zu erhalten und zu bergen. ‚Holding Space-Räume bergen‘ bedeutet das Teilen von Verantwortung und Grenzdiskussionen, von Gleichberechtigung, gegenseitigem Bewusstsein, Wahrnehmung und die Vorstellung von Zeit und Raum in deren ursprünglicher Natur.
Daher ist ‚Holding Space-Räume bergen‘ eine offene Diskussion, künstlerisch und nicht-künstlerisch, über soziale, emotionale, politische, spirituelle Landschaften. Und wir sind hier, um diese für unser tägliches Leben zurückzufordern. Es geht um mental und physisch dringliche Räume, um rituelle und mystische Plätze, um die weggespülten und verlorenen Treffpunkte in unserer, und in den nahen und fernen Kulturen. Wir suchen keine Zuflucht in Labels oder Bezeichnungen, wir suchen Zuflucht in den Charakteren, in den Ideen und der Ethik der Menschen die bereit sind sich zu begegnen; in deren fortschrittlichen Vision von Gemeinschaft und grundlegend menschlichen Beziehungen. Das hier ist kein Denkmal, es ist ein Lebensentwurf.
(inspired by VestAndPage, Francesca Carol Rolla, Preach’R’Sun)

 

 

 

über das Performance Netzwerk Thüringen

…ist eine Plattform junger Kunst- und Kulturschaffender in Thüringen, die sich zum Ziel gesetzt hat die Schnittstelle zwischen Theater, Performancekunst und Videokunst, zwischen Darstellender-  und Bildender Kunst in Thüringen stärker in den Fokus des Interesses zu rücken. Dabei geht es uns vor allem um das Nutzbarmachen und die Erforschung performativer Strategien und Denkweisen für die kulturelle, schulische und politische Bildung in Thüringen.

Wir sind davon überzeugt, dass Performancekunst als Kunstform, eine wichtige Ergänzung unser Kommunikationsmittel im Streben uns selbst auszudrücken darstellt bzw. in der Auseinandersetzung mit unserer Realität uns wichtige diskursive Strategien zur Verfügung stellt.

Initiatoren:
Freie Bühne Jena
stellwerk Weimar

Netzwerkpartner und Unterstützer:
LAG Spiel und Theater in Thüringen e.V.
STUKO Bauhaus Universität Weimar

 

Infos online:
https://performance-thueringen.de
https://www.facebook.com/groups/1493057251022881/?ref=br_rs

 

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